Manche Katzen warten regelrecht darauf, dass die Haustür aufgeht, um sich blitzschnell nach draussen zu schleichen, noch bevor jemand reagieren kann. Eine kleine Schleuse, also ein zweiter Zwischenraum mit einer weiteren Tür oder einem Gitter, schafft hier eine wirksame Pufferzone zwischen Wohnung und Aussenwelt.
Schon ein einfacher Vorraum, der mit einem leichten Gitter oder einem Vorhang abgetrennt wird, reicht oft aus, um der Katze den direkten Weg ins Freie zu versperren. Wer die Aussentür öffnet, hat dann noch einen zweiten Moment Zeit, bevor die Katze überhaupt in die Nähe des Ausgangs gelangt.
Die Schleuse in den Alltag einbauen
Die Gewöhnung an die neue Schleuse gelingt am besten, wenn sie von Anfang an Teil der täglichen Routine wird, etwa beim Verlassen des Hauses am Morgen oder bei der Rückkehr am Abend. Nach kurzer Zeit läuft der zusätzliche Schritt beinahe automatisch ab.
Besucher und Lieferanten sollten über die Schleuse kurz informiert werden, da sie den zusätzlichen Zwischenraum sonst möglicherweise übersehen und beide Türen gleichzeitig offen lassen. Ein kleiner Hinweis an der Tür erinnert alle daran, auf die Katze zu achten.
Auch ein leichtes Glöckchen am Halsband kann zusätzlich helfen, denn so bemerkt man sofort, wenn sich die Katze im Vorraum der Schleuse aufhält, noch bevor die äussere Tür überhaupt geöffnet wird.
Ein Blick auf die Grösse des Zwischenraums lohnt sich ebenfalls, denn zu wenig Platz kann bei hektischem Kommen und Gehen selbst zur Stolperfalle werden, während ein grosszügiger Zwischenraum die Schleuse angenehmer macht.
Mit der Zeit lernt die Katze meist selbst, dass der Weg nach draussen über die Schleuse ohnehin nicht direkt zum Ziel führt, und verliert dadurch einen Teil ihres ursprünglichen Interesses am schnellen Hinausschlüpfen.
Mit einer funktionierenden Schleuse wird das Öffnen der Haustür deutlich entspannter, weil das Risiko eines plötzlichen Ausflugs stark sinkt. Die Katze bleibt sicher im Haus, ohne dass ständig jemand die Tür bewachen muss.