Wenn ein loser Hund auf den eigenen Hund an der Leine zukommt

Landschaftsillustration

Während eines ruhigen Spaziergangs kann es passieren, dass ein anderer, nicht angeleinter Hund plötzlich in flottem Tempo auf den eigenen, angeleinten Hund zusteuert. Diese Situation entsteht meist unerwartet und sorgt bei vielen Hundehaltern für einen kurzen Moment der Unsicherheit, wie am besten reagiert werden soll.

Ein ruhiger, fester Stand mit kurz gehaltener Leine gibt dem eigenen Hund die nötige Sicherheit, ohne unnötige Anspannung zu erzeugen. Hektische Bewegungen oder ein plötzliches Wegziehen übertragen sich schnell auf den eigenen Hund und können die Situation eher verschärfen als beruhigen.

Die Körpersprache beider Hunde beobachten

Ein kurzer Blick auf die Körperhaltung des herannahenden Hundes verrät oft schon vieles: Ein lockerer Gang mit wedelndem Schwanz deutet meist auf eine freundliche Absicht hin, während ein starrer Blick und eine steife Haltung eher zur Vorsicht raten.

Ein freundliches, aber bestimmtes Ansprechen des fremden Hundes kann helfen, seine Aufmerksamkeit kurz umzulenken, während man selbst etwas Abstand zur Seite schafft. So bleibt genügend Raum, damit sich die Situation von selbst wieder beruhigt.

Nach einer solchen Begegnung lohnt sich ein kurzer Moment der Ruhe für den eigenen Hund, etwa mit ein paar ruhigen Worten oder einer kleinen Pause abseits des Weges, bevor der Spaziergang ganz normal weitergeht.

Ein kurzes Training zu Hause, bei dem der eigene Hund lernt, auf ein ruhiges Signal hin stillzustehen, zahlt sich gerade in solchen unerwarteten Momenten unterwegs besonders aus.

Auch der Austausch mit dem Halter des losen Hundes, sobald dieser eintrifft, hilft dabei, die Situation für beide Seiten rasch und unkompliziert zu klären.

Mit einer ruhigen Haltung und etwas Abstand lässt sich eine solche Begegnung in den meisten Fällen unkompliziert lösen. Die meisten losen Hunde verlieren nach kurzer Zeit ohnehin das Interesse und wenden sich wieder ihrer eigenen Umgebung zu.

Mit wachsender Erfahrung merkt man zunehmend rasch, welche Reaktion beim eigenen Hund am besten wirkt, und genau dieses Wissen macht künftige Begegnungen dieser Art jedes Mal etwas einfacher.